Patnerschaft mit Stejarisu (Probstdorf)  in Siebenbürgen

Stejarisu vom Wehrturm der Kirchenburg - oberes Dorf

 



... letzter BESUCH im  AUGUST 2023


 

zur 800 Jahr Feier am   11.- 14. August 2023

 

 

 

Probstdorf besucht SEJARISU im August 2023

 

 

... die Fahrt ins Partnerdorf nach Siebenbürgen (Probstdorf) ...

 August 2023

Fotos und Bestandsaufnahme vom Besuch im August 2023 / ... die Fotos folgen ...

 

...   drei - , der "LETZTEN"  FÜNF  SACHSEN, die noch in Stejarisu wohnen  ...

 

... im Kaufhaus ....

 

 

SIEBENBÜRGEN,  SÜSSE HEIMAT ...

 

800 Jahrfeier

12-14. August 2023

 

Stejarisu

Probstdorf

in Siebenbürgen

 

1.  Die Fahrt ist mit eigenen PKWs geplant.

2. Hinfahrt Fr. 11. Aug.    //   Rückfahrt: Mo. 14 August

 

3.  Fragen zur Organisation: Pfarrer Helmut Schüller

sowie Kern u. Böck

     Tel:   Pfarrer Helmut SCHÜLLER  0664 - 54 20 734

 


 

 

....  der "Besuch" aus Stejarisu (Partnergemeinde aus Siebenbürgen) ...

November 2023

... die Krankenschwester Gerda Adomeit und der Sozialhelfer Erich Krämer sind für uns die ersten Ansprechspartner in Stejarisu ...

 


... so beginnt die Partnerschaft mit Probstdorf / Stejarisu ....


Die Patnerschaft begann im Jahre 2008.   Helmut Milakowitsch entdeckte über das Internet Probstdorf in Siebenbürgen/Rumänien. Er nahm Kontakt auf, und sobald folgte ein Besuch unsererseits, mit 5 Mann.

Mit dabei waren, H. Milakowitsch, A. Gludovatz, J. Hotzy, A. Pyreschitz und Pfarrer H. Schüller.

Damals Männer aus dem Ortsausschuß.

 

Der Kontakt war ab dann recht einfach, da es ein Hilfs- u. Arbeitsprojekt  mit zwei Österreichern gab,

Frau Barbara Schöffnagel aus Wien 22, und Herr Wolfgang Hosina aus OÖ.  Die Beiden sorgten lange

für die ersten Entwicklungs- und Aufbauarbeiten nach der großen Auswanderungswelle der Sachsen.

Die enge Gemeinschaft in Stejarisu,  sowie in ganz Siebenbürgen war  zerbrochen. 

 

Doch Schöffnagel und Hosina versuchten das Dorf, und die Bedürftigkeit ihrer Einwohner zu lindern. 

Sie stellten immer wieder Hilfsprojekte und Sachhilfe in Verbindung mit Ihrer Heimat (auch mit uns) auf.

 

 

Im Herbst 2011 folgte dann eine Busreise unter der Leitung von Herbert Pesl mit etwar 45 Personen.

Probstdorfer Tortenbäckerinnen und andere Kleinegruppen tauschten inzwischen Kontakt aus.

 

Im Juni 2015 besuchte uns die alte Sachsen - Blasmusikkapelle, viele von Ihnen waren schon über 80 Jahre.

Alle sind das erste Mal geflogen. Sie haben nach dem Sonntagsgottesdienst ein Platzkonzert -, in Schönau

das Fronleichnamsfest vom Traktoranhänger -,  und eine Tscheikenfahrt  auf der Donau gespielt.

Es waren wunderschöne Tage, die wir mit Ihnen erleben durften.

 

 

 

 

 

Die Patnergemeinde STEJARISU / Probstdorf in  Siebenbürgen auf

einen mehrtägigen Besuch in Österreich (2015).

Hier bei einer Bootsfahrt in Orth, auf der Donau.

 

Ebenfalls 2015, im Herbst, fand der gegenbesuch mittels einer Busreise nach Stejarisu - Probstdorf und

durch Siebenbürgen den Besuch der schönsten Kirchenburgen des Landes.

 

Inzwischen fanden viele Veränderungen statt, und auch Covid machte wieder viel zunichte ....,

doch um so erfreulicher war die Überraschung als uns zur Millenniumsfeier im Sept. 2021

Frau Pfarrerin Astrid Hoffmann und Herr Erich Krämer ( ein Sozialarbeiter in Pension) Besuchte.

Erich Krämer und Pfarrerin Astrid Hoffmann

besuchten uns im September 2021

 

 Stejarisu (Probstdorf)  in Siebenbürgen

 

"In Siebenbürgen lebten und leben seit vielen Jahrhunderten Ungarn, Rumänen, Sachsen und andere kleinere ethnische Gruppen miteinander, und schon deshalb nimmt Siebenbürgen einen sprachlich, religiös und kulturell besonderen Platz in Europa ein."            

Der Name - Stejarisu - Probstdorf

Der deutsche Name führt sich darauf zurück, dass der Ort ursprünglich der Propstei in Hermannstadt gehörte. Hiervon leiteten sich sowohl die ungarische Form Prépostfalva als auch die frühere rumänische Bezeichnung Proștea ab. Letzterer Ausdruck erinnert im Rumänischen an Prost (etwa „Dummkopf“) und wurde deshalb nach dem Zweiten Weltkrieg in Stejărișu (etwa „Eichenwald“) geändert.

Musikkapelle gemischt mit Probstdorfern aus beiden Probstdorf  ... (Okt. 2010)

 

 

Geschichte von Probstdorf (Stejarisu)

Der Ort wurde 1223 als terra Borothnik erstmals urkundlich erwähnt. Dieser Name ist slawischer Herkunft und soll sich von einer durch den Harbach führenden Furt herleiten.[1] Vermutlich stand der Ort früher weiter talabwärts, d. h. unmittelbar am Harbach. Möglicherweise musste er wegen Überschwemmungen verlegt werden.[1][2]

Wie bereits erwähnt, befand sich das Dorf zunächst in kirchlichem Besitz, wurde aber später ein freier, auf Königsboden gelegener Ort. Probstdorf wurde über viele Jahrhunderte von den Siebenbürger Sachsen geprägt. Heute leben überwiegend Rumänen und Roma in Stejărișu.

Seit 2006 ist Stejărișu Gegenstand eines von der österreichischen Botschaft betreuten Projektes, in dem Freiwillige aus Rumänien und aus westeuropäischen Ländern zusammen mit Dorfbewohnern im Ort und in der Umgebung handwerkliche Arbeiten ausführen und dabei Einheimische ausbilden.[3]

 

Lage von Probstdorf / Stejarisu

 

Probstdorf (Stejărișu) bei Agnetheln liegt in Siebenbürgen, einer historischen Provinz Rumäniens, die seit Jahrhunderten eng mit der europäischen Kultur verbunden ist. Der geographische Rahmen dazu ist eine wunderschöne Landschaft, die sich bis heute zum Teil unberührt erhalten hat. Unwegsame Täler, versteckte Dörfer mit stolzen Kirchenburgen und befestigten Städten machen die Landschaft Siebenbürgens so vielseitig und interessant. Das Deutschtum war Träger und auch wichtigster Vermittler der abendländischen Lebensart, Kultur und Gesittung, die nun aber vom Untergang bedroht sind.

 

Probstdorf, rumänisch Stejărişu, ungarisch Prepostfalva, siebenbürgisch-sächsisch Pruuesstref*, liegt im Kreis Hermannstadt (Sibiu) in Siebenbürgen, Rumänien, ungefähr 22 km Luftlinie südwestlich von Schäßburg und 29 km südöstlich von Mediasch. Die geografische Koordinaten sind 46°2' nördliche Breite und 24°41' östliche Länge

 

Patnerschaft mit Stejarisu (Probstdorf)  in Siebenbürgen

Josef Hotzy übergibt das Patnerschaftsschild für die Ortseinfahrt am Fr. Schöffnagel (Sept.2015)

 

Im Herbst 2015 folgte ein Gegenbesuch mit einer gr. Gruppe, die eine Woche durch

Siebenbürgenreiste und die Kultur der Sachsen,  sowie der Landler bestaunen durfte .

 

 

 

 

Bei unsern Ortsausfahrten finden sie eine Tafel mit dem

Hinweis auf unserere

Patnergemeinde STEJARISU in Siebenbürgen Rumänien.

Seit 2008 haben wir Kontakt und haben uns schon

öfters gegenseitig besucht.

Zu Gast in Stejarisu vor der Kirchenburg im Herbst 2011

Ökomenische Freundschaft trifft aufeinander, mit Gruß von unseren Siebenbürger Freunden ...

... es gibt Schlapfen und warme Kissen für den Winter aus Stejarisu (Probstdorf)  Sept. 2021.


Gästehäuser und Unterkunftsmöglichkeiten

 

Gästehaus im ehemaligen Pfarrhaus und Schule

Probstdorf (Stejărişu) liegt 10 km von Agne­theln (Agnita), 40 km von Schäßburg (Sighişoara) und 60 km von Hermannstadt (Sibiu) entfernt. Das Gästehaus im ehemaligen Pfarrhaus (Haus-Nr. 195) mit 7 Ein-, Zwei- und Mehrbettzimmern und vier Bädern sowie die 7 Appartments mit Bad und Kleinküche in der ehemaligen deutschen Schule werden ab März 2019 vom Social Business Projekt "Agramonia" verwaltet. Kontakt: Julius Fabini, Telefon: (0040-748) 644309. E-Mail: julius.fabini [ät] yahoo.de.

Die renovierte Kirchenburg mit intaktem Speckturm kann auf Anfrage besichtigt werden. Informationen und Führungen (deutsch/rumänisch) bei Kurator Michael Gierling, Telefon: (00 40-269) 70 94 70

Dorfanlage

Probstdorf, ein "Straßenangerdorf", hat sich zweizeilig entlang des Baches und der Hauptstraße entwickelt. Auf dem Anger befinden sich die Kirchenburg aus dem 14. Jahrhundert, das Gebäude der ehemaligen deutschen Schule, die rumänische Schule, das Gemeindehaus und der Tanzplatz. Am rechten Ufer des Baches liegt das evangelische Pfarrhaus und die ehemalige Kanzlei des Dorfes.

Die etwa 80 sächsischen Höfe konzentrierten sich auf die Mitte des Dorfes. Die Höfe der Rumänen und der Roma (Zigeuner) schlossen sich den sächsischen Höfen an und bildeten früher den südlichen und nördlichen Ortseingang.

Heute sind nur noch wenige Höfe von Probstdorfer Sachsen bewohnt. Die meisten haben ihr Dorf verlassen, sind in die Städte gezogen oder haben ihre Heimat für immer verlassen.

 

 

Entlang der Schattenseite lagen die sächsischen Höfe mit den Hausnummern 179 - 214 und an der Sonnenseite ("Soannset") waren es die Höfe mit den Nummern 40 - 89. Eine Bestandsaufnahme der Höfe aus dem Jahr 1999 zeigt uns ein völlig verändertes Bild: von den 80 sächsischen Höfen werden nur noch 14 Höfe von Probstdorfer Sachsen bewohnt. 11 Höfe sind im Staatsbesitz, 17 Höfe sind an Rumänen und / oder Roma (Zigeuner) verkauft worden und der Rest ist unbewohnt, jedoch weiter im Besitz ausgewanderter Siebenbürger Sachsen. Ein kleiner Teil ist abgetragen und in Gärten umgewandelt worden. Die alte Kanzlei (Hausnummer 165/200) ist ebenfalls in Händen des Staates und heute ein Wohnhaus, während das Pfarrhaus (1/195) der evangelischen Kirche gehört und vermietet ist.

In den Jahren 2007 - 2016 hat die Stiftung Au-Ro gemeinsam mit dem Social Business AgroPlus die Gebäude auf dem Pfarrhof und der ehemaligen deutschen Schule renoviert, instandgesetzt, erweitert, Dorfbewohner ausgebildet und angestellt sowie das ganze Anwesen zu einer Tourismus- und Ausbildungstätte mit Schmiede, Obstverarbeitung und Gärtnerei umgestaltet. Der Nachfolger hat diese Arbeit leider nicht intensiv verfolgt und weiter entwickelt. Im März 2019  hat erfreulicherweise ein neues Projekt  "Agramonia" gestartet mit den Kernbereichen Tourismus und Biodiversität.

Im Jahr 2018 wurden noch 8 sächsische Höfe von Probstdorfer Sachsen bewohnt und 17 Höfe sind weiter im Besitz ausgewanderter Probstdorfer Sachsen.

 


FOTOs aus Stejarisu (Probstdorf) und Siebenbürgen


Der Speckturm in der Kirchenburg

 

 

Probstdorf besucht SEJARISU im Herbst 2011


Zur Geschichte des Ortes Probstdorf / Stejarisu  

 

Die eigene Kultur zu bewahren, ist für unsere Identitätsfindung in der modernen Gesellschaft von großer Bedeutung. Die Heimatortsgemeinschaften sind deshalb bemüht, das Kulturerbe der Siebenbürger Sachsen zu erhalten und an die kommenden Generationen weiterzugeben. Der folgende Beitrag setzt den Schwerpunkt auf die Geschichte unseres Dorfes, nicht um das "verlorene Paradies" zu rekonstruieren, sondern weil einiges aus der Vergangenheit Probstdorfs bei Agnetheln bedenkenswert ist. Dazu einige Zahlen, Fakten und allgemeine Bemerkungen zur Geschichte, Bevölkerung, Schule und Kirche unserer Heimatgemeinde. Noch mehr Informationen finden Sie im Heimatbuch "Probstdorf im Harbachtal".

Zur Geschichte des Dorfes
Probstdorf bei Agnetheln, gelegen im oberen Harbachtal, drei Kilometer von der Hauptstraße Agnetheln-Schäßburg entfernt, gehört heute verwaltungsmäßig zur Gemeinde Jakobsdorf. Der Ort darf auf eine interessante und wechselhafte Geschichte zurückblicken, was auch die verschiedenen Ortsbenennungen verraten: "terra Borothnik" (1223), "Probstoph" (1280), "villa Praepositi" (1329), um nur einige der urkundlich dokumentieren Namen zu nennen. Der Name "terra Borothnik" soll vom altslawischen Wort "Brod", d.h. "Furt", abgeleitet worden sein. Flurnamen, wie "af der alder Kirch" oder "Altdorfwiesen", belegen, dass Probstdorf ursprünglich weiter talabwärts lag, und zwar in der Nähe des früheren Bahnhofs, an einer günstigen Übergangsstelle (Furt) des Probstdorfer Baches, einem rechten Zufluss des Harbachs. Am linken Bachufer wurden noch im 19. Jahrhundert Reste der alten Kirche gefunden. Überschwemmungen hatten angeblich die Bewohner von "Alt-Probstdorf" gezwungen, sich einen neuen Standort bachaufwärts zu suchen. König Andreas II. verlieh die "terra Borothnik" der Hermannstädter Probstei, daher der Name "Probstdorf", also "Dorf des Probstes" (villa Praepositi). Die "villa Praepositi" blieb allerdings nicht lange im Besitz der Hermannstädter Probstei, weil die Sachsen des Schenker Stuhls den Probstdorfer Hattert mit Gewalt besetzten. Dagegen klagte der Hermannstädter Probst Paulus 1359 vor dem Landtag in Weißenburg, in Anwesenheit des Königs Ludwig. Die Untersuchung der Klage dauerte über fünf Jahre, und durch Urteil des Königs wurde Probstdorf erneut der Hermannstädter Probstei zugeschlagen. Dagegen wurde Einspruch erhoben, wonach der Ortshann Andreas von Probstdorf und die Geschworenen des Ortes vorgeladen wurden, um ihre Meinung vor Gericht zu äußern - ein bemerkenswertes Ereignis in der damaligen Rechtsprechung. Welchen Erfolg die Vertreter des Dorfes hatten, ist urkundlich nicht festgehalten, aber aus der Ortsgeschichte ist bekannt, dass Probstdorf, wenn auch viele Jahre später, dem Schenker Stuhl als freie Gemeinde zugeordnet wurde. Als 1423 die Hermannstädter Probstei aufgelöst wurde, erschien Probstdorf nicht mehr unter ihren Besitzungen.


Inzwischen wurde das Dorf von den Türken heimgesucht, was zum Umbau der gotischen Saalkirche in eine Wehrkirche mit doppelten Ringmauern führte. Anfang des 16. Jahrhunderts versuchten der Hermannstädter Bürgermeister, der Königsrichter und Provinzialnotar Hattertangelegenheiten zwischen Schönberg und Probstdorf zu regeln. Es handelte sich um eine Mühle und einen Fischteich. Es wurde festgelegt, dass der Fischteich für alle Zeiten gemeinsamer Besitz sein solle und dass der Damm von beiden Orten instandgehalten werden müsse. Auch später musste die Nationsuniversität eingreifen, um ähnlich Hattertstreitigkeiten zwischen Probstdorf und den Nachbargemeinden zu schlichten.


Im 18. Jahrhundert verabschiedeten Gemeinderat und Pfarrer Statuten, wichtig für das Zusammenleben im Dorf. Zum Verhalten einiger Probstdorfer wird im Gedenkbuch (1817) unter anderem vermerkt, dass die "hiesige Ortskommunität sich aus der Kirchenkassa einen Betrag von 502 Gulden angeeignet" habe. Weiter heißt es: "99 Gulden sind in den Händen der Kirchenväter geblieben". Ebenfalls im Gedenkbuch wird der "Probstdorfer Teich" erwähnt, der in den Jahren 1835-1845 zu den Sehenswürdigkeiten des Harbachtales gehört haben soll. Der Teich besaß laut Aussagen von Pfarrer Zikeli (1857-1901) eine reiche Fauna und Flora und wurde als Jagdgebiet genutzt. Nach Entfernung der Mühlenwehre trocknete der einzigartige Biotop aus.
1909 wurde das erste und 1939 das zweite Gemeindehaus gebaut.

Bevölkerung
Probstdorf gehört zu den kleineren Orten des Harbachtals. Im Mittelalter hatte das Dorf 34 Wirte, während die meisten Gemeinden des Schenker Stuhls mehr als 1400 Einwohner hatten. Heute, nach rund 450 Jahren, zählt Probstdorf 41 Hofstellen, von denen noch 16 bewohnt werden. 29 evangelische Seelen leben dort. Geht man von den 317 Seelen aus, die 1966 verzeichnet wurden, weist die derzeitige Situation auf ein absehbares "Ende" der sächsischen Gemeinschaft in Probstdorf hin. (Stand um 2008 )

Kirche und Schule
Die heutige Kirche war ursprünglich eine gotische Saalkirche des 14. Jahrhunderts und wurde im 15. Jahrhundert wehrhaft umgebaut. Die Westfassade wurde später abgetragen; an ihre Stelle trat ein massiver Steinturm. Der Kircheneingang wurde von der Westfassade nach Süden verlegt. Umbau und Erweiterungsarbeiten ließen die heutige Architektur entstehen. So wurde unter der hölzernen Flachdecke ein gotisches Gewölbe errichtet, 1859 wurde das Chor verlängert, der Dachstuhl erneuert. 1909 und 1995 wurden weitere wichtige Reparaturen durchgeführt.


Altar und Kanzel stammen aus dem 19. Jahrhundert, sie haben ihren Platz wahrscheinlich nach den Erweiterungsarbeiten von 1859 erhalten. Die Orgel wurde für 350 Gulden von der Gemeinde Rode gekauft; es heißt, die Gemeinde sei mit dem Kauf nicht sehr glücklich gewesen.


Die Schule lässt sich urkundlich um das Jahr 1500 belegen. Das alte Schulgebäude lag am rechten Bachufer, gegenüber der heutigen Schule. 1894 begann der Bau der neuen Schule mit den Klassen 1-7. Von den 52 schulpflichtigen Kindern (25 Jungen, 27 Mädchen) aus dem Jahre 1939 besuchten nach der Volksschule 33 eine Fortbildungsschule! Nach 1945 bestand nur noch der erste Schulzyklus (Klassen 1-4), den zweiten Zyklus besuchten die Probstdorfer Kinder in Jakobsdorf oder Agnetheln. Relativ viele Jugendlich des Dorfes hatten in den sechziger Jahren die Möglichkeit zu studieren.

Probstdorfer in Deutschland
Die Mehrheit der Probstdorfer (über 90 Prozent) lebt heute in Deutschland, sechs leben in Österreich, zwei in Kanada und einer in den Niederlanden. Nach Bundesländern ergibt sich folgendes Bild in Deutschland: von den 253 Landsleuten leben 65 Prozent in Baden-Württemberg und Bayern, 30 Prozent in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Hessen und 5 Prozent in Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Thüringen und Berlin.
Die Heimatortsgemeinschaft Probstdorf ist seit ihrer Gründung im Jahre 1988 bemüht, Hilfen jedwelcher Art allen Bewohnern des Heimatortes zukommen zu lassen. Besondere Verdienste hat sich dabei Michael Hügel sen. erworben, auf dessen Initiative nicht nur die Gründung der HOG, sondern auch die meisten Hilfsaktionen nach Probstdorf und Rumänien zurückgehen.

von H. Gärtner

HOG Probstdorf - im Harbachtal

Die Probstdorfer Heimatortsgemeinschaft, kurz HOG, wurde 1988 durch Michael Hügel sen. gegründet.
Als Siebenbürgisch-Sächsische Heimtortsgemeinschaft mit vornehmlich kulturell-zivilisatorischem Profil pflegt die HOG Probstdorf, in Verbundenheit mit dem Glauben und der Kirche unserer Vorfahren, Tradition und Brauchtum der in Siebenbürgen gewachsenen örtlichen nachbarschaftlichen Gemeinschaft und versteht sich als Bestandteil der siebenbürgisch-sächsischen Gemeinschaftsorganisation. Lesen Sie dazu mehr...

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