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GESCHICHTE



KOMMANDANTEN der FF Probstdorf

Josef Reiter 1893
Franz Radl
Christian Weiß
Josef Reiter jun.
Otto Mörth
Leopold Babitsch 1940-1945
Josef Selitsch 1945-1961
Matthias Mittermayr 1961-1964
Johann Neumann 1964-1971
Walter Slavik 1971-1992
Christan Radl 1992-2001
Erhard Schmidt 2001-2003
Christan Radl 2003-2011
Erich Amann seit 2011



Bemerkenswerte Einsätze:

2000 - Großbrand Breitstetten
2002 – KHD, 28h
2002 – Traktorunfall in Matzneusiedl
2002 – Brand Mühlleiten Scheune
2003 – Personensuche in Lobau
2004 – Brand der Sportvereinshütte
2005 – Schick-Halle
2006 – KHD, 27h
2006 – Stockerau Mülldeponie
2006 – Autounfall mit BMW bei Saatzucht
2007 - Brand Tierasyl
2007 – Brand Haus Wittau gegenüber Leichenhalle
2008 – Überflutung Gr-E
2008 – Sturmtief EMMA
2009 – Sturmtief
2009 – erster WKB-Einsatz 2010 – „Brand“ bei Neumann mit Innenangriff
2010 - Einsatz in der Zuckerfabrik Leopoldsdorf (Explosion Trocknungsanlage)
2011 - Einsatz in der Zuckerfabrik Leopoldsdorf (Brand Trocknungsanlage)



Historie der FF Probstdorf

Die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Probstdorf fand 1893 über Anregung des Bezirkshaupmannes Baron Glanz statt. Am 1.Oktober 1893 wurde das Gründungsfest bei einem Festgottestdienst mit Tanzveranstaltung gebührend gefeiert.


Gründerfoto 1893

Zum ersten Kommandant (damals Hauptmann) wurde Josef Reiter gewählt.

Es gab zwischen 1893 und dem ersten Weltkrieg mehrere Großbrände in Probstdorf, viele davon waren Brandstiftungen, welche von der Feuerwehr mit der damaligen Ausrüstung bekämpft wurden.

Die erste Ausrüstung bestand aus einer Omnia-Pumpe, die auf einem zweirädrigem Karren befestigt war und mit der Hand bedient wurde. Die Alarmierung erfolgte damals durch mündliche Übermittlung, 1-2 Hornisten waren für den Alarm verantwortlich. Obwohl das Telefon seit 1893 in Probstdorf verfügbar war, wurde dieser Dienst doch eher als Besonderheit angesehen.

1900 wurde eine bespannte Spritze mit Pferdezug von Rosenbauer angekauft.
Die Spritze verfügte über zwei Windkessel und Kolbenventile, sodass man damit ansaugen konnte. Die Bespannung stellten die Bauern.


Rosenbauer Spritze 1903


Die Feuerwehrfahne wurde ursprünglich 1909 gestiftet und seitdem mehrmals restauriert.

Nach dem 1.Weltkrieg nahmen die Brände deutlich ab, bedingt durch massivere Bauweise und neue Baustoffe. Ende der 20er-Jahre wurde das erste Auto angeschafft, es hatte ein offenes Verdeck mit einer Vorbaupumpe.

Im 2. Weltkrieg wurden die Feuerwehren aufgelöst und der Feuerschutzpolizei unterstellt. Diese Organisation war der SS direkt unterstellt, daher wurden viele Dokumente und Berichte aus dieser Zeit vernichtet.

Nach dem 2.Weltkrieg stand der neue Kommandant Josel Selitsch vor dem Nichts. Viele Ausrüstungsgegenstände gingen in den Kriegswirren verloren, von der Gemeinde Wien, zu der Probstdorf bis 1954 gehört hat, bekam die Feuerwehr damals ein kleines Kontingent an Ersatzausrüstung. Durch Spendenveranstaltungen und Sammlungen wurde 1946 ein Feuerwehrauto Type Canada-Ford angekauft.


Ford Canada

Danach begann schrittweise die Aufrüstung auf den heutigen, hochtechnologischen Ausrüstungsstand. Es wurden vielfach Uniformen eingekauft, elektrische Sirenen aufgebaut, die Fahne wurde resturiert und neu geweiht, 1956 eine neue Rosenbauer-Tragkraftspritze angekauft und 1969 wurde ein Opel-Blitz mit Vorbaupumpe (1976 erneuert) in Dienst gestellt. Auch auf dem Kommunikationssektor hielt der Fortschritt einzug, 1979 wurden die ersten Funkgeräte auf dem 4-m-Band angekauft und 1983 eine Sirenensteuerung (2-m-Band) installiert. Durch die fleißige Arbeit im Rahmen des in Probstdorf seit 1983-1988 veranstalteten Trecker-Trecks (Traktor Pulling) konnte 1986 ein neues Tanklöschfahrzeug (Mercedes 613D) mit 1.000 Liter Wasserinhalt angekauft werden, welches heute noch das „Zugpferd“ für einen Großteil unserer Ausrüstung darstellt.


Tanklöschfahrzeug 1000 Liter

19?? Wurde von der FF Pöllau ein gebrauchter VW-LT35 als Kleinlöschfahrzeug (KLF) mit einer Rosenbauer-Tragkraftspritze Supermatic angekauft,


Kleinlöschfahrzeug

Die Tragkraftspritze wurde 2011 durch eine FOX3 von Rosenbauer ersetzt.



Da sich der Einsatzschwerpunkt stark in Richtung Technische Einsätze verlagert, wurde eine Abschleppachse der

Fa. THOR zugelegt, mit welcher fahruntüchtige Fahrzeuge sichergestellt werden können. Auch für die immer häufiger werdenden Überflutungseinsätze wurde eine kleine Tauchpumpe angeschafft, um an mehreren Einsatzstellen gleichzeitig tätig werden zu können. 2009 wurde vom NÖ-Landesfeuerwehrverband eine

Wärmebildkamera zur FF Probstdorf zugeteilt, unser Alarmierungsgebiet umfasst den Feuerwehrabschnitt (ehemals Gerichtsbezirksgrenzen) Groß-Enzersdorf.

Unser Fuhrpark wurde 2009 durch einen

VW-T5-Bus verstärkt, mit welchem wir Personen- und Materialtransporte durchführen können.

Seit über 118 Jahren ist die Freiwillige Feuerwehr Probstdorf stets für Sie bereit, getreu dem Wahlspruch:
„Gott zur Ehr, dem Nächsten zu Wehr“


Die hier dargestellte historische Übersicht stellt nur einen Teil des verfügbaren Stoffes dar und wurde aus der Festschrift [1] gekürzt und aktuell erweitert.

Quelle: [1] Festschrift der Freiwilligen Feuerwehr Probstdorf zum 110-jährigen Jubiläum 2003, Exemplare liegen im Feuerwehrhaus auf.